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Total Verfriemelt

am Rande des Wahnsinns


Will man einen Telefonserver in einer virtuellen Maschine betreiben, hat man theoretisch 2 Möglichkeiten. 1. Man setzt komplett auf VoIP oder 2. man nutzt Lancapi um via LAN Zugriff auf eine ISDN Karte zu haben, die in einem physischen Server steckt. In meinem Fall habe ich die AVM Fritzcard in einen Backupserver eingebaut.

Zunächst sollte man erst einmal auf dem Rechner, in dem die ISDN Karte steckt, die isdn4k-utils fcpci sowie die capi4k-utils installieren.

Hier am Beispiel Archlinux:

[root@gollum ~]# pacman -Sy capi4k-utils fcpci isdn4k-utils

Bei mir reichte ein beherztes capiinit um die Karte zu konfigurieren.

Via capiinfo kann überprüft werden, ob die Karte auch vernünftig initialisiert ist.

[root@gollum ~]# capiinfo
Number of Controllers : 1
Controller 1:
Manufacturer: AVM GmbH
CAPI Version: 2.0
Manufacturer Version: 3.11-07  (49.23)
Serial Number: 1000001
BChannels: 2
Global Options: 0x00000039
   internal controller supported
   DTMF supported
   Supplementary Services supported
   channel allocation supported (leased lines)
B1 protocols support: 0x4000011f
   64 kbit/s with HDLC framing
   64 kbit/s bit-transparent operation
   V.110 asynconous operation with start/stop byte framing
   V.110 synconous operation with HDLC framing
   T.30 modem for fax group 3
   Modem asyncronous operation with start/stop byte framing
B2 protocols support: 0x00000b1b
   ISO 7776 (X.75 SLP)
   Transparent
   LAPD with Q.921 for D channel X.25 (SAPI 16)
   T.30 for fax group 3
   ISO 7776 (X.75 SLP) with V.42bis compression
   V.120 asyncronous mode
   V.120 bit-transparent mode
B3 protocols support: 0x800000bf
   Transparent
   T.90NL, T.70NL, T.90
   ISO 8208 (X.25 DTE-DTE)
   X.25 DCE
   T.30 for fax group 3
   T.30 for fax group 3 with extensions
   Modem

  0100
  0200
  39000000
  1f010040
  1b0b0000
  bf000080
  00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000
  01000001 00020000 00000000 00000000 00000000

Supplementary services support: 0x000003ff
   Hold / Retrieve
   Terminal Portability
   ECT
   3PTY
   Call Forwarding
   Call Deflection
   MCID
   CCBS

Je nachdem ob man inetd oder xinetd benutzt, muss man folgenden Schritt unterschiedlich konfigurieren.

Inetd:

In die Datei /etc/inetd.conf folgende Zeile einfügen:

capi stream tcp nowait.9999 root /usr/sbin/rcapid rcapid

In der /etc/services sollte ein Eintrag dazu vorhanden sein:

[root@gollum ~]# cat /etc/services |grep capi
capi		2662/tcp

Ist dem nicht der Fall, so muss er ergänzt werden.

xinetd:

Wird xinetd verwendet, muss ein neuer Service im Ordner /etc/xinetd.d/ angelegt werden.

[root@gollum ~]# cat /etc/xinetd.d/capi
service capi
{
socket_type = stream
protocol = tcp
user = root
server = /usr/sbin/rcapid
wait = no
nice = 9999
}

Wie im inetd Beispiel regelt sich der verwendete Port über die /etc/services.

Windows Client:

Wenn ein Windows Client verwendet werden soll, ist es am einfachsten, wenn man die Brickware von Funkwerk (ehem. Bintec) verwendet. Herunterladen kann man sich die aktuelle Version hier.

Die Installation gestaltet sich absolut stressfrei:

Sprache auswählen

Sprache auswählen

Nach ein paar mal Weiter klicken, kommt man zu der Auswahl, welche Geräte unterstützt werden sollen, hier habe ich vorsichtshalber mal alles ausgewählt. Glaube das hat aber keinen Einfluss…

Vorsichtshalber alles ausgewählt

Vorsichtshalber alles ausgewählt

Brickware-lancapi-client3

Nur den Remote Capi ausgewählt

Daten des Servers eintragen

Daten des Servers eintragen

Unter Mehrere Geräte Controller prüfen

Unter Mehrere Geräte Controller prüfen

Capiinfo - Controller verfügbar

Capiinfo - Controller verfügbar

Linux Client:

Für den Linux Client benötigt man eine modifizierte Version von libcapi20. Diese bekommt man auf dem FTP Server von Melware. Nach dem herunterladen, reicht ein ./configure – make -make install aus.


wget ftp://ftp.melware.net/capi-utils/libcapi20-3.0.5-cm.tar.gz
tar xvfz libcapi20-3.0.5-cm.tar.gz
cd libcapi20-3.0.5-cm
./configure

[...]

make

[...]

make install

[...]

Die Datei /etc/capi20.conf enthält die Daten zum Remote Server:


[root@echelon ~]# cat /etc/capi20.conf
REMOTE 192.168.20.11 2662

Hier reichte bei mir ebenfalls ein capiinit um die Karte zu initialisieren. Die Ausgabe von capiinfo sieht genauso aus wie auf dem Host selbst. Der Verwendungszweck ist jetzt eure Sache. Ich nutze es als Anrufbeantworter & versende via Nagios/Yaps Kombination – Notfall SMS.

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Kommentare

Es gibt 2 Kommentare für diese Verfriemelung.

  1. Fabian Otto on Oktober 29, 2009 5:05 pm

    Mhmm, ob das auch mit Asterisk und VMware ESXi zusammenarbeitet? In nen ESX bekommt man leider keine zusätzliche Hardware…

  2. Bjoern on Oktober 29, 2009 5:10 pm

    Ja sollte funktionieren… Lies dir bzgl Asterisk mal dies durch: http://www.voip-info.org/wiki/view/Asterisk+CAPI+Channels

Senf dazugeben